Unsere Aufgaben

Eine Statistik des Polizeipräsidiums Bielefeld aus dem Jahr 2020 belegt, dass die Polizei jährlich zu rund 849 Einsätzen in Fällen häuslicher Gewalt gerufen wird. In ca. der Hälfte der Fälle sind Kinder betroffen. Und das sind nur die registrierten Fälle. Das Dunkelfeld dürfte ungleich größer sein.

Das Erleben häuslicher Gewalt, ob als Opfer und/oder als Zeuge, ist für die betroffenen Kinder und Jugendlichen eine traumatische Erfahrung. Besonders diese frühen traumatischen Erfahrungen können die kindliche Entwicklung und die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben erheblich beeinträchtigen.

Kinder, die in einer Umgebung mit häuslicher Gewalt aufwachsen, sind immer Betroffene. Sie müssen als »eigenständige Opfer« gesehen werden und benötigen eine bedarfsgerechte, möglichst frühzeitige Zuwendung und professionelle Unterstützung.  

Bleibt diese Zuwendung und Unterstützung aus, hat das für die weitere Entwicklung weitreichende Auswirkungen, wie zum Beispiel:


Ängste
Emotionale und psychosoziale Beeinträchtigungen
Psychosomatische Erkrankungen
Sprach- und Entwicklungsverzögerungen
Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen
Veränderungen im Stresshormonhaushalt
Ess- und Schlafstörungen
Erhöhtes Erregungsniveau



Das Kinderzentrum e. V. bietet ein kontinuierliches Angebot und eine intensive Betreuung unter einem Dach. Wir arbeiten nach einem ganzheitlichen, ressourcen- und bedürfnisorientierten Konzept. Auf Veränderungen, neue  Situationen und Bedarfe kann flexibel reagiert werden. 

In der pädagogischen Arbeit steht das Kind und der Jugendliche stets im Mittelpunkt. Entsprechend seiner Persönlichkeit gilt es das Kind und den Jugendlichen anzunehmen, wertzuschätzen, zu stabilisieren, zu fördern und herauszufordern. Die Gestaltung der Beziehung als Basis für einen sicheren Ort, der auf Wertschätzung, Transparenz, Partizipation, Ressourcen- und Lebensweltorientierung beruht, ermöglicht dass die Kinder, Jugendlichen und ihre Familien sich angenommen und sicher fühlen und entsprechende, individuelle Hilfestellungen und Entwicklungsanregungen erhalten.   

Neben familienunterstützenden Hilfesettings, wie Erziehungsberatung und Angeboten zur Bindungsförderung, erhalten einige Kinder und Jugendliche traumapädagogische Förderung im Gruppenalltag oder auch im Rahmen eines Einzelsettings.


 





 
 
 
 
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